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Steuern • Versicherungen • Betriebskosten

Freelancer-Stundensatz –
Optimaler Stundensatz berechnen

Wie viel musst du als Freelancer verlangen? Unser Rechner berücksichtigt deine eingegebenen Ziele, Steuerquote, Krankenversicherung, Vorsorge und Betriebsausgaben für einen kostendeckenden Modell-Stundensatz.

Eigene Kostenannahmen Steuern berücksichtigt Szenarien-Vergleich Marktübliche Raten

So ist dieser Rechner einzuordnen

Leitet aus Jahresziel, Kosten, Vorsorge und abrechenbaren Stunden einen kostendeckenden Netto-Stundensatz ab.

Annahmen der Berechnung

  • Ziele und Betriebsausgaben sind Jahresbeträge; Krankenversicherung und Vorsorge werden monatlich eingegeben und hochgerechnet.
  • Der eingegebene Steuersatz ist eine persönliche Planungsquote, keine Tarifberechnung.

Nicht automatisch berücksichtigt

  • Umsatzsteuer, Gewerbesteuer, Ausfallrisiko und Scheinselbstständigkeit werden nicht automatisch beurteilt.
Fachlicher Stand: Freies Planungsmodell ohne amtlichen Berechnungsstandard.
1,4 Mio.
Freelancer in Deutschland
75–125 €
Ø IT-Stundensatz
75 %
Abrechnungsquote Ziel
Mehr als Angestelltenrate

Stundensatz berechnen

Gib deine Daten ein für deinen optimalen Freelancer-Stundensatz

Dein gewünschtes Netto-Einkommen nach Steuern und Sozialabgaben

Realistische Arbeitszeit inkl. Administration und Akquise

Anteil der Zeit, die du tatsächlich abrechnen kannst

Software, Hardware, Büro, Marketing, Weiterbildung, Versicherungen

Private KV oder freiwillig gesetzlich (ca. 450–800 €/Monat)

Einkommensteuer + Gewerbesteuer + Soli (je nach Einkommen 25–45 %)

Geplante Urlaubszeit, in der du nicht abrechnest

Ohne Lohnfortzahlung – reduziert deine abrechenbare Zeit

Private/gesetzliche Rentenversicherung, Rücklagen für den Ruhestand

Was müssen Freelancer bei der Stundensatz-Kalkulation beachten?

📈

Der Faktor 2–3

Freelancer sollten mindestens das 2–3-fache ihres Angestellten-Stundenlohns verlangen. Der Grund: Kein bezahlter Urlaub, keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, keine Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung.

💵

Nicht abrechenbare Zeit

Akquise, Administration, Weiterbildung, Urlaub und Krankheit – all das ist nicht abrechenbar. Realistisch sind 65–80 % Abrechnungsquote. Wer davon ausgeht, 100 % abzurechnen, verschuldet sich langfristig.

Steuern & Abgaben

Einkommensteuer, Gewerbesteuer, Umsatzsteuer, Kranken- und Pflegeversicherung sowie Rücklagen für die Altersvorsorge müssen einkalkuliert werden. Insgesamt 40–55 % des Bruttoumsatzes gehen für Steuern und Abgaben weg.

💰

Rücklagen bilden

Mindestens 3–6 Monatsausgaben als Notfallpuffer, zusätzlich jährliche Steuerrücklagen. Empfehlung: 30 % jeder Rechnung sofort zurücklegen für Steuern und 10 % für die Altersvorsorge.

Freelancer-Stundensatz 2026 kalkulieren

Von der ersten Kalkulation bis zur Preisverhandlung: alles, was du für einen nachhaltigen Stundensatz wissen musst

So kalkulierst du deinen Stundensatz in 4 Schritten

Ein realistischer Stundensatz ist keine gegriffene Zahl, sondern das Ergebnis einer Rückwärtsrechnung: Du startest beim Wunscheinkommen und rechnest dich über Kosten und abrechenbare Stunden zum Preis pro Stunde durch.

1. Wunscheinkommen festlegen

Definiere dein gewünschtes Netto-Jahreseinkommen realistisch – orientiere dich an einem vergleichbaren Angestelltengehalt plus Sicherheitsaufschlag für das unternehmerische Risiko.

2. Betriebskosten einrechnen

Software-Lizenzen, Hardware, Coworking oder Büromiete, Weiterbildung, Marketing und Versicherungen summieren sich schnell auf mehrere Tausend Euro pro Jahr.

3. Abrechenbare Stunden realistisch schätzen

Von 40 Wochenstunden sind selten mehr als 60–75 % tatsächlich abrechenbar – der Rest geht für Akquise, Verwaltung und Weiterbildung drauf.

4. Sicherheitspuffer einplanen

Rechne einen Puffer für Auftragsflauten, Zahlungsausfälle und unbezahlten Urlaub ein – als Freelancer trägst du dieses Risiko allein.

Illustrative Stundensatz-Spannen nach Branche

IT & Softwareentwicklung: 80–150 €/h

Spezialisierte Skills wie Cloud-Architektur, KI/ML oder Cybersecurity liegen häufig am oberen Ende oder darüber – erfahrene Senior-Entwickler verlangen teils 150–200 €/h.

Unternehmensberatung: 100–250 €/h

Strategie- und Managementberatung erzielt die höchsten Stundensätze am Markt, insbesondere bei Projekten mit direktem Bezug zu Umsatz oder Kosteneinsparung.

Design & Kreativbranche: 50–100 €/h

UX/UI-Design und Branding liegen tendenziell höher als klassisches Grafikdesign, das stärker im Wettbewerb mit Plattform-Freelancern steht.

Marketing & Text: 45–90 €/h

Performance-Marketing und SEO-Strategie werden höher vergütet als reine Textarbeit, da der Wertbeitrag messbar ist.

Handwerk & technische Dienstleistungen: 40–80 €/h

Hier spielen Materialkosten und Anfahrtszeiten eine größere Rolle bei der Kalkulation als in rein digitalen Berufen.

Die 2–3-fach-Regel: Warum Freelancer nie wie Angestellte rechnen dürfen

Ein häufiger Anfängerfehler: das Netto-Angestelltengehalt einfach durch die Jahresstunden teilen. Als Freelancer fehlen dir jedoch Leistungen, die Angestellte automatisch bekommen – diese musst du selbst einpreisen.

  • Kein bezahlter Urlaub und keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall – beides musst du selbst finanzieren
  • Kein Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung – du zahlst Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung komplett selbst
  • Nicht abrechenbare Zeit für Akquise, Buchhaltung und Weiterbildung reduziert deine effektiven Arbeitsstunden

Umsatzsteuer & Kleinunternehmerregelung: Was bedeutet das für deinen Stundensatz?

Normalerweise stellst du deinen Kunden 19 % Umsatzsteuer (USt) zusätzlich zum Stundensatz in Rechnung, führst sie ans Finanzamt ab und bekommst im Gegenzug selbst gezahlte USt (Vorsteuer) erstattet. Sie ist damit für dich als Freelancer wirtschaftlich neutral, nicht Teil deines Gewinns.

Mit der Kleinunternehmerregelung (§19 UStG) weist du keine USt aus – deine Rechnungen sind dadurch für Privatkunden günstiger, da kein USt-Aufschlag anfällt. Du darfst dann aber auch keine Vorsteuer geltend machen. Anwendbar bist du, wenn dein Umsatz im Vorjahr unter 25.000 € lag und im laufenden Jahr voraussichtlich unter 100.000 € bleibt.

  • Für B2B-Kunden ist USt meist irrelevant, da sie die Vorsteuer erstattet bekommen – für Privatkunden macht sie deinen Preis um 19 % teurer
  • Kleinunternehmer sollten bei den oben genannten Umsatzgrenzen genau planen, da ein Überschreiten zum Wechsel in die Regelbesteuerung führt

Stundensatz vs. Tagessatz: Was passt zu deinem Projekt?

Stundensatz

Ideal für kurze Tasks, Support-Arbeiten und Projekte mit unklarem Aufwand. Transparent für Kunden, aber aufwendiger in der Zeiterfassung.

Tagessatz (8× Stundensatz)

Bewährt bei längeren Projekten und Vor-Ort-Einsätzen. Plane 15–20 % Puffer für Meetings und Organisation direkt mit ein.

5 Tipps für erfolgreiche Preisverhandlungen

1

Ankerpreise setzen

Nenne zuerst deinen Preis, statt nach dem Budget des Kunden zu fragen – wer zuerst nennt, setzt den Referenzpunkt.

2

Wert statt Zeit verkaufen

Kommuniziere das Ergebnis für den Kunden (mehr Umsatz, weniger Kosten), nicht nur die investierten Stunden.

3

Leistung statt Preis reduzieren

Bei Budgetdruck lieber den Leistungsumfang anpassen als den Stundensatz zu senken – das schützt deine Preisstruktur langfristig.

4

Erhöhungen frühzeitig ankündigen

Bestandskunden 3–6 Monate vorher informieren und mit konkretem Mehrwert (neue Skills, Erfahrung) begründen.

5

Referenzen sichtbar machen

Case Studies und Kundenzitate schaffen Vertrauen und rechtfertigen höhere Stundensätze glaubwürdiger als Rabattaktionen.

Wichtige Begriffe rund um den Freelancer-Stundensatz

Abrechnungsquote
Anteil der Arbeitszeit, der tatsächlich beim Kunden in Rechnung gestellt werden kann – realistisch sind 65–80 %.
Nettostundensatz
Der tatsächlich beim Kunden abgerechnete Stundensatz, aus dem noch Steuern und Betriebskosten beglichen werden müssen.
Rücklagenquote
Anteil jeder Zahlung, der für Steuern und Altersvorsorge zurückgelegt wird – empfohlen sind 30 % für Steuern, 10 % für die Vorsorge.
Akquisezeit
Nicht abrechenbare Zeit für Kundengewinnung, Angebote und Netzwerken – muss im Stundensatz eingepreist werden.
Tagessatz
Der Preis für einen vollen Arbeitstag, meist als 8-facher Stundensatz kalkuliert.
Faktor-Regel
Faustregel, wonach Freelancer mindestens das 2–3-fache des vergleichbaren Angestellten-Stundenlohns verlangen sollten.
Kleinunternehmerregelung
Regelung nach §19 UStG: Verzicht auf Umsatzsteuerausweis bei Umsätzen unter 25.000 € (Vorjahr) bzw. 100.000 € (laufendes Jahr) – dafür entfällt auch der Vorsteuerabzug.

Häufige Fragen zum Freelancer-Stundensatz

Wie hoch sollte mein Stundensatz als Einsteiger sein?

Als Berufseinsteiger empfehlen sich 40–60 €/h, als erfahrener Fachmann 70–120 €/h. IT-Spezialisten und Unternehmensberater können 100–200+ €/h verlangen. Orientiere dich an Marktdaten für deine Branche und Region.

Darf ich meinen Stundensatz erhöhen?

Ja! Steigere deinen Stundensatz jährlich um 5–10 %, wenn du Qualifikationen, Erfahrung oder Portfolio erweiterst. Kommuniziere Erhöhungen frühzeitig (3–6 Monate Vorlauf) und begründe sie mit konkretem Mehrwert.

Soll ich einen Tagessatz oder Stundensatz verwenden?

Tagessätze (8× Stundensatz) sind bei längeren Projekten üblicher und bieten mehr Stabilität. Stundensatz eignet sich bei kurzen Tasks und ad-hoc-Aufträgen. Bei Tagessatz plane 15–20 % Puffer für Meetings und Organisation ein.

Was bringt mir die Kleinunternehmerregelung als Freelancer?

Als Kleinunternehmer (§19 UStG) weist du keine Umsatzsteuer aus, wenn dein Umsatz im Vorjahr unter 25.000 € lag und im laufenden Jahr voraussichtlich unter 100.000 € bleibt. Das macht deine Preise für Privatkunden günstiger, du kannst dafür aber keine Vorsteuer geltend machen. Für B2B-Kunden mit Vorsteuerabzug ist die Regelung meist irrelevant.

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