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Kündigungsfristen-Rechner.

Berechne deine gesetzliche Kündigungsfrist nach § 622 BGB – für Arbeitgeber- und Arbeitnehmerkündigung, inklusive Probezeit und konkretem Kündigungstermin.

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§ 622 BGB • 2026

Kündigungsfristen-Rechner – Deine gesetzliche Frist in Sekunden

Wie lange ist meine Kündigungsfrist? Berechne die gesetzliche Frist nach § 622 BGB für Arbeitgeber- oder Arbeitnehmerkündigung – inklusive Probezeit und konkretem letzten Arbeitstag.

Arbeitgeber-Kündigung Arbeitnehmer-Kündigung Probezeit Konkreter Termin
4 Wochen
Gesetzliche Mindestfrist
7 Monate
Max. Frist ab 20 Jahren (AG)
2 Wochen
Frist in der Probezeit
6 Monate
Max. Dauer der Probezeit

Kündigungsfrist berechnen

Gib Beschäftigungsbeginn und Kündigungsdatum ein

Wer kündigt?

Datum deines Beschäftigungsbeginns

Datum des Zugangs der Kündigung

Kündigungsfristen nach § 622 BGB

Grundfrist: 4 Wochen

Sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer können mit einer Frist von 4 Wochen zum 15. oder zum Ende eines Kalendermonats kündigen – das ist die gesetzliche Grundregel nach § 622 Abs. 1 BGB.

📅

Staffelung für Arbeitgeber

Kündigt der Arbeitgeber, verlängert sich die Frist mit der Betriebszugehörigkeit: 1 Monat ab 2 Jahren, 2 Monate ab 5 Jahren, bis zu 7 Monate ab 20 Jahren (§ 622 Abs. 2 BGB).

🕑

Probezeit: 2 Wochen

Ist eine Probezeit von bis zu 6 Monaten vertraglich vereinbart, kann während dieser Zeit mit einer Frist von nur 2 Wochen zu jedem beliebigen Tag gekündigt werden.

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Sonderkündigungsschutz

Schwangere, Schwerbehinderte, Betriebsratsmitglieder und Personen in Elternzeit genießen besonderen Kündigungsschutz – hier gelten oft abweichende Regeln und Zustimmungspflichten.

Kündigungsfrist berechnen – der komplette Überblick

Gesetzliche Fristenstaffel, Kündigungsschutz und was du nach Erhalt einer Kündigung sofort tun solltest

Die Fristenstaffel für Arbeitgeberkündigungen im Detail

Nach § 622 Abs. 2 BGB verlängert sich die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber automatisch mit der Dauer der Betriebszugehörigkeit. Die Frist endet dabei immer zum Ende eines Kalendermonats.

unter 2 Jahren: 4 Wochen zum 15. oder Monatsende

Es gilt die gesetzliche Grundfrist – noch keine Verlängerung durch Betriebszugehörigkeit.

ab 2 Jahren: 1 Monat zum Monatsende

Die erste Stufe der Verlängerung greift nach vollendetem 2. Beschäftigungsjahr.

ab 5 Jahren: 2 Monate zum Monatsende

Nach 5 vollen Jahren Betriebszugehörigkeit verdoppelt sich die Frist.

ab 8 Jahren: 3 Monate zum Monatsende

Weitere Verlängerung ab dem vollendeten 8. Beschäftigungsjahr.

ab 10 Jahren: 4 Monate zum Monatsende

Ab 10 Jahren Betriebszugehörigkeit gilt eine deutlich längere Planungssicherheit.

ab 12 Jahren: 5 Monate zum Monatsende

Vorletzte Stufe der gesetzlichen Staffelung.

ab 15 Jahren: 6 Monate zum Monatsende

Greift ab dem vollendeten 15. Beschäftigungsjahr.

ab 20 Jahren: 7 Monate zum Monatsende

Die längste gesetzliche Frist – gilt ab 20 Jahren ununterbrochener Betriebszugehörigkeit.

Kündigungsschutzgesetz (KSchG) – wann greift es?

Das KSchG gilt nicht automatisch für jede Kündigung. Es greift nur, wenn zwei Voraussetzungen erfüllt sind: Der Betrieb beschäftigt regelmäßig mehr als 10 Arbeitnehmer, und das Arbeitsverhältnis besteht ohne Unterbrechung länger als 6 Monate.

  • Greift das KSchG, muss die Kündigung sozial gerechtfertigt sein: betriebs-, verhaltens- oder personenbedingt
  • Fehlt ein solcher Grund, kann die Kündigung mit einer Kündigungsschutzklage angefochten werden
  • Die Klagefrist beträgt nur 3 Wochen ab Zugang der Kündigung (§ 4 KSchG) – danach gilt sie automatisch als wirksam

Ordentliche Kündigung

Unterliegt den gesetzlichen bzw. vertraglichen Kündigungsfristen

Muss bei Geltung des KSchG sozial gerechtfertigt sein

Schriftform ist zwingend erforderlich (§ 623 BGB)

Außerordentliche (fristlose) Kündigung

Erfordert einen wichtigen Grund (§ 626 BGB), z. B. schwere Pflichtverletzung

Muss innerhalb von 2 Wochen ab Kenntnis des Kündigungsgrundes erklärt werden

Beendet das Arbeitsverhältnis sofort, ohne Einhaltung einer Frist

6 Dinge, die du nach Erhalt einer Kündigung sofort prüfen solltest

Zugangsdatum notieren

Das Datum des tatsächlichen Zugangs (nicht das Briefdatum) ist entscheidend für Fristen und die 3-Wochen-Klagefrist.

Kündigungsgrund prüfen

Steht ein Grund im Kündigungsschreiben? Betriebs-, verhaltens- oder personenbedingt – das beeinflusst deine Erfolgsaussichten bei einer Klage.

Frist im Vertrag checken

Prüfe, ob dein Arbeits- oder Tarifvertrag eine abweichende, ggf. längere Frist vorsieht.

Sofort arbeitssuchend melden

Um Nachteile beim Arbeitslosengeld zu vermeiden, musst du dich spätestens 3 Monate vor Ende des Arbeitsverhältnisses arbeitssuchend melden.

Fristen für Klage beachten

Eine Kündigungsschutzklage muss innerhalb von 3 Wochen ab Zugang beim Arbeitsgericht eingereicht werden.

Anwaltliche Beratung erwägen

Gerade bei unklarer Begründung oder Sonderkündigungsschutz lohnt sich eine frühzeitige rechtliche Einschätzung.

Wichtige Begriffe rund um die Kündigungsfrist

Zugang der Kündigung
Der Zeitpunkt, an dem die Kündigung dem Empfänger tatsächlich zugestellt wird – entscheidend für den Fristbeginn, nicht das Ausstellungsdatum.
Kündigungsschutzklage
Klage vor dem Arbeitsgericht gegen eine unwirksame Kündigung, muss innerhalb von 3 Wochen erhoben werden.
Aufhebungsvertrag
Einvernehmliche Beendigung des Arbeitsverhältnisses ohne Kündigung, oft mit Abfindung verbunden.
Sperrzeit
Zeitraum, in dem die Agentur für Arbeit kein Arbeitslosengeld zahlt, z. B. bei Eigenkündigung ohne wichtigen Grund.
Betriebszugehörigkeit
Ununterbrochene Dauer des Arbeitsverhältnisses bei einem Arbeitgeber – maßgeblich für die Fristenstaffel.
Änderungskündigung
Kündigung verbunden mit dem Angebot, das Arbeitsverhältnis zu geänderten Bedingungen fortzusetzen.

Häufige Fragen zur Kündigungsfrist

Gilt die verlängerte Frist auch, wenn ich selbst kündige?

Nein – die gestaffelte Verlängerung nach § 622 Abs. 2 BGB gilt nur für die Kündigung durch den Arbeitgeber. Als Arbeitnehmer giltst du unabhängig von deiner Betriebszugehörigkeit die Grundfrist von 4 Wochen, sofern im Arbeitsvertrag nichts anderes vereinbart ist.

Kann eine kürzere Frist vereinbart werden?

Individualvertraglich darf die Frist für den Arbeitnehmer nie kürzer sein als die für den Arbeitgeber geltende. Tarifverträge können abweichende, auch kürzere Fristen vorsehen.

Was gilt bei einer fristlosen Kündigung?

Bei einer außerordentlichen (fristlosen) Kündigung aus wichtigem Grund nach § 626 BGB gelten diese Fristen nicht – das Arbeitsverhältnis endet sofort. Dieser Rechner berechnet ausschließlich die ordentliche Kündigung.

Zählt das Datum auf dem Kündigungsschreiben oder der Zugang?

Entscheidend ist der Zugang beim Empfänger, nicht das Datum auf dem Schreiben. Gib daher als Kündigungsdatum den Tag an, an dem die Kündigung tatsächlich zugestellt wurde bzw. zugestellt werden soll.

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