Endkapital • Kosten • Steuer
ETF-Sparplanrechner –
Endkapital und Rendite berechnen
Was bringt dein ETF-Sparplan wirklich? Berechne dein Endkapital nach Fondskosten, Inflation und Abgeltungssteuer – inklusive Jahr-für-Jahr-Entwicklung deines Vermögens.
Mit Teilfreistellung, Sparerpauschbetrag und realistischer Nettorendite: So siehst du, was am Ende wirklich in deinem Depot ankommt – nicht nur die Bruttorendite.
So ist dieser Rechner einzuordnen
Projiziert Einzahlungen und Kapital bei konstanter Rendite und zeigt eine vereinfachte Besteuerung bei Verkauf am Laufzeitende.
Annahmen der Berechnung
- Konstante Monatsrendite, Wiederanlage aller Erträge und vollständiger Verkauf am Ende.
Nicht automatisch berücksichtigt
- Vorabpauschale, Ausschüttungen, Kirchensteuer, schwankende Renditen und bereits anderweitig genutzter Pauschbetrag fehlen.
ETF-Sparplanrechner
Berechne dein Endkapital, deine Rendite nach Kosten und Steuern
ETF-Sparplan – Was du wissen musst
Zinseszins, Kosten und Steuern verständlich erklärt
Was ist ein ETF-Sparplan?
Ein ETF-Sparplan ist eine regelmäßige, meist monatliche Investition in einen börsengehandelten Indexfonds (Exchange Traded Fund). Statt einmalig eine große Summe zu investieren, zahlst du automatisiert einen festen Betrag ein – etwa 25, 100 oder 500 € im Monat – und kaufst dabei automatisch Fondsanteile.
ETFs bilden meist einen Index wie den MSCI World oder den S&P 500 nach und sind dadurch breit diversifiziert: Ein einziger MSCI-World-ETF investiert in über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durch die niedrigen laufenden Kosten (TER) im Vergleich zu aktiv gemanagten Fonds bleiben mehr Erträge langfristig beim Anleger.
Wie der Zinseszinseffekt dein Vermögen wachsen lässt
Erträge erwirtschaften neue Erträge
Bei einem thesaurierenden ETF-Sparplan werden Kursgewinne und Dividenden automatisch reinvestiert. Dadurch wächst nicht nur dein eingezahltes Kapital, sondern auch die bereits erzielten Gewinne werfen wiederum Rendite ab – Monat für Monat, Jahr für Jahr.
Zeit ist der wichtigste Hebel
Der Effekt entfaltet seine volle Kraft erst über lange Laufzeiten: In den ersten Jahren wächst das Kapital vor allem durch die eigenen Einzahlungen, in späteren Jahren übernehmen die Kapitalerträge einen immer größeren Anteil am Wachstum. Wer früh beginnt, profitiert überproportional.
TER: Warum schon kleine Kostenunterschiede zählen
Die Total Expense Ratio (TER) gibt an, wie viel Prozent des Fondsvermögens jährlich für Verwaltung, Depotbank und laufende Kosten anfallen. Sie wird nicht separat abgebucht, sondern direkt aus dem Fondsvermögen entnommen und mindert dadurch unmittelbar deine Rendite.
Bei passiven ETFs auf breite Indizes liegt die TER meist zwischen 0,07 % und 0,25 % pro Jahr – deutlich günstiger als aktiv gemanagte Fonds, die häufig 1,5 % bis 2 % kosten. Über eine Sparplanlaufzeit von 20-30 Jahren summiert sich selbst eine Differenz von 0,5 % Punkten durch den Zinseszinseffekt auf mehrere tausend Euro weniger Endkapital – ein Blick auf die Kostenquote lohnt sich also vor jeder ETF-Auswahl.
Abgeltungssteuer, Teilfreistellung und Sparerpauschbetrag
Gewinne aus ETFs unterliegen in Deutschland grundsätzlich der Abgeltungssteuer von 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag (5,5 % auf die Steuer) – effektiv also 26,375 % (ohne Kirchensteuer). Zwei Mechanismen mindern diese Steuerlast bei Aktien-ETFs jedoch spürbar:
Teilfreistellung: Bei Aktienfonds mit mindestens 51 % Aktienanteil sind pauschal 30 % der Erträge steuerfrei. Nur die verbleibenden 70 % des Gewinns fließen überhaupt in die Steuerberechnung ein.
Sparerpauschbetrag: Jede Person kann Kapitalerträge bis 1.000 € pro Jahr (2.000 € bei gemeinsam veranlagten Ehepaaren) komplett steuerfrei vereinnahmen – ein Freistellungsauftrag bei der Bank sorgt dafür, dass die Steuer erst darüber hinaus greift.
| Schritt | Berechnung |
|---|---|
| 1. Bruttogewinn | Endkapital − eingezahltes Kapital |
| 2. Teilfreistellung abziehen | Bruttogewinn × 70 % = steuerpflichtiger Gewinn |
| 3. Sparerpauschbetrag abziehen | steuerpflichtiger Gewinn − 1.000 € (bzw. 2.000 €) |
| 4. Abgeltungssteuer berechnen | verbleibender Betrag × 26,375 % |
Tipps zur ETF-Auswahl
Breite Streuung bevorzugen: ETFs auf den MSCI World oder MSCI ACWI decken tausende Unternehmen aus vielen Ländern und Branchen ab, statt auf einzelne Aktien oder Sektoren zu setzen.
Niedrige TER wählen: Passiv gemanagte Indexfonds mit TER unter 0,3 % sind meist ausreichend – hohe Kosten aktiv gemanagter Fonds lassen sich selten durch bessere Performance rechtfertigen.
Thesaurierend für den Vermögensaufbau: Wer langfristig Kapital aufbaut, profitiert von automatischer Wiederanlage der Erträge ohne manuellen Aufwand.
Fondsgröße und Replikationsmethode prüfen: Größere ETFs (idealerweise über 100 Mio. € Fondsvolumen) mit physischer Replikation gelten als liquider und transparenter.
Warum die Inflation bei der Planung nicht fehlen darf
Ein nominal beeindruckendes Endkapital sagt wenig über die tatsächliche Kaufkraft in der Zukunft aus. Bei einer angenommenen Inflation von 2 % pro Jahr verliert Geld über 20 Jahre rund ein Drittel seiner Kaufkraft. Der Rechner berücksichtigt dies über das reale, inflationsbereinigte Kapital – so siehst du, was dein Endkapital in heutiger Kaufkraft tatsächlich wert wäre.
Historisch lag die durchschnittliche Rendite breiter Aktienindizes wie des MSCI World mit rund 7-8 % p.a. deutlich über der langfristigen Inflationsrate von 2-3 % – ein gut diversifizierter ETF-Sparplan bietet damit langfristig einen realen Vermögenszuwachs, auch nach Abzug von Kosten, Steuern und Geldentwertung.
Häufige Fragen zum ETF-Sparplan
Wie viel Steuern zahle ich auf Gewinne aus meinem ETF-Sparplan?
Auf Gewinne aus Aktien-ETFs greift die Abgeltungssteuer von 25 % plus Solidaritätszuschlag (5,5 % auf die Steuer), effektiv also 26,375 %. Für Aktienfonds gilt zusätzlich eine Teilfreistellung von 30 % – nur 70 % des Gewinns sind überhaupt steuerpflichtig. Der jährliche Sparerpauschbetrag von 1.000 € (Ledige) bzw. 2.000 € (Verheiratete) mindert die Steuerlast zusätzlich.
Was ist die Teilfreistellung und für welche ETFs gilt sie?
Die Teilfreistellung ist ein pauschaler Steuerabschlag, der die Doppelbesteuerung von Fondsgewinnen (auf Fondsebene und Anlegerebene) abmildern soll. Bei Aktienfonds mit mindestens 51 % Aktienanteil – dazu zählen praktisch alle klassischen Aktien-ETFs wie MSCI World oder S&P 500 – sind 30 % der Erträge steuerfrei. Nur die verbleibenden 70 % werden mit Abgeltungssteuer belegt.
Was bedeutet TER und wie stark wirkt sie sich auf mein Endkapital aus?
Die TER (Total Expense Ratio) ist die jährliche Gesamtkostenquote eines ETFs – sie wird laufend aus dem Fondsvermögen entnommen und mindert direkt die Rendite. Passive ETFs auf breite Indizes liegen meist bei 0,07 % bis 0,25 % pro Jahr. Auch kleine Unterschiede summieren sich über lange Laufzeiten durch den Zinseszinseffekt erheblich – bei 20 Jahren Laufzeit kann 0,5 % mehr TER mehrere tausend Euro weniger Endkapital bedeuten.
Sollte ich einen thesaurierenden oder ausschüttenden ETF wählen?
Thesaurierende ETFs reinvestieren Dividenden automatisch – das nutzt den Zinseszinseffekt optimal aus und ist für den langfristigen Vermögensaufbau meist die einfachere Wahl, da keine manuelle Wiederanlage nötig ist. Ausschüttende ETFs zahlen Erträge regelmäßig aus, was für Anleger interessant ist, die laufende Erträge zur Verfügung haben möchten (z. B. in der Entnahmephase). Steuerlich sind beide Varianten durch die Vorabpauschale mittlerweile weitgehend gleichgestellt.
Wie viel sollte ich monatlich in einen ETF-Sparplan investieren?
Es gibt keine pauschale Antwort – wichtig ist, dass die Rate dauerhaft ohne finanzielle Belastung tragbar ist. Viele Anlegerinnen und Anleger orientieren sich an 10-20 % des monatlichen Nettoeinkommens, nachdem ein Notgroschen (3-6 Nettogehälter) aufgebaut wurde. Wichtiger als die Höhe ist oft die Kontinuität: Regelmäßiges Investieren über viele Jahre nutzt den Cost-Average-Effekt und den Zinseszins am stärksten aus.
Wie beeinflusst die Inflation mein reales Endkapital?
Die Inflation mindert die Kaufkraft deines Kapitals über die Zeit. Ein nominales Endkapital von 100.000 € hat bei 2 % Inflation über 20 Jahre nur noch eine Kaufkraft von rund 67.000 € in heutigen Preisen. Historisch lag die Rendite breiter Aktienindizes wie dem MSCI World jedoch deutlich über der langfristigen Inflationsrate, sodass ETF-Sparpläne trotz Geldentwertung in der Regel einen realen Vermögenszuwachs ermöglichen.
Ist ein MSCI World oder ein MSCI ACWI ETF die bessere Wahl?
Der MSCI World bildet rund 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern ab, der MSCI ACWI (All Country World Index) ergänzt zusätzlich etwa 25 Schwellenländer wie China, Indien oder Brasilien mit rund 10-12 % Gewichtung. Beide gelten als breit diversifizierte Basisinvestments. Der ACWI bietet etwas mehr geografische Streuung, historisch unterscheidet sich die Rendite beider Indizes langfristig nur moderat.
Was passiert steuerlich, wenn ich meinen ETF-Sparplan vor Ablauf verkaufe?
Bei jedem Verkauf wird der bis dahin angefallene Gewinn (abzüglich Teilfreistellung und verfügbarem Sparerpauschbetrag) mit der Abgeltungssteuer von 26,375 % belastet. Es spielt keine Rolle, ob nur ein Teil oder der komplette Bestand verkauft wird – die Steuer fällt anteilig auf den realisierten Gewinn an. Ein Freistellungsauftrag bei der depotführenden Bank sorgt dafür, dass der Sparerpauschbetrag automatisch berücksichtigt wird.
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