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Sicherheit vs. Rendite

Tagesgeld-vs-ETF-Rechner –
Was bringt mehr?

Tagesgeld oder ETF-Sparplan – was lohnt sich mehr? Vergleiche sichere Verzinsung und erwartete Kapitalmarktrendite in drei Szenarien – inklusive Steuer und Inflation.

Pessimistisch, realistisch, optimistisch: So siehst du auf einen Blick, ob sich das Risiko eines ETF-Sparplans gegenüber dem sicheren Tagesgeldkonto lohnt.

3 Rendite-Szenarien Inflationsbereinigt Steuer inklusive

So ist dieser Rechner einzuordnen

Vergleicht ein konstantes Tagesgeldzins-Szenario mit drei modellhaften ETF-Renditepfaden.

Annahmen der Berechnung

  • Zinsen und Renditeannahmen bleiben konstant; ETF-Erträge werden wiederangelegt.

Nicht automatisch berücksichtigt

  • Keine Risikoprognose; Vorabpauschale, wechselnde Zinsen, Ausschüttungen und individuelle Besteuerung fehlen.
Fachlicher Stand: Primärquellen: BaFin: Grundregeln der Geldanlage
3
Rendite-Szenarien
Inflationsbereinigt
Echte Kaufkraft am Ende
Steuer inklusive
Abgeltungssteuer & Teilfreistellung
Kostenlos
Ohne Anmeldung

Tagesgeld-vs-ETF-Rechner

Vergleiche sichere Verzinsung und erwartete Kapitalmarktrendite inklusive Inflation

Bereits vorhandenes Kapital zu Beginn

Wird auf beiden Seiten identisch angelegt

Je länger der Horizont, desto stärker wirkt der Zinseszinseffekt

Aktuell gebotener Zinssatz deiner Bank

Historischer MSCI-World-Ø: ~7–8 % p.a. Pessimistisch/optimistisch = −3 / +3 Prozentpunkte

EZB-Zielwert: 2 % p.a. – für die Kaufkraftbereinigung am Ende

Rechtlicher Hinweis: Dieser Rechner dient ausschließlich zu Informations- und Orientierungszwecken und stellt keine Anlageberatung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) dar. ETF-Renditen sind historische Durchschnittswerte und keine Garantie für die Zukunft – Kapitalanlagen in Wertpapiere sind mit Verlustrisiken bis hin zum Totalverlust verbunden. Für eine auf deine persönliche Situation abgestimmte Beratung wende dich an einen zugelassenen Finanz- oder Honorarberater.
🛡️

100 % sicher

Tagesgeld ist bis 100.000 € pro Bank gesetzlich abgesichert.

📈

Mehr Rendite

ETF-Sparpläne erzielen langfristig historisch höhere Renditen.

🧮

Steuer eingerechnet

Abgeltungssteuer, Sparerpauschbetrag und Teilfreistellung fließen mit ein.

💶

Kaufkraft im Blick

Alle Ergebnisse zusätzlich inflationsbereinigt in heutiger Kaufkraft.

Tagesgeld oder ETF-Sparplan – was passt zu dir?

Sicherheit gegen Rendite: die wichtigsten Unterschiede, Risiken und die beste Kombination beider Strategien

Tagesgeld: Sicherheit und Liquidität, aber begrenzte Rendite

Ein Tagesgeldkonto ist ein Bankkonto, auf dem Guthaben täglich verfügbar bleibt und dabei einen variablen Zinssatz erhält. Der große Vorteil: Innerhalb der EU sind Einlagen pro Bank und Kunde gesetzlich bis 100.000 € durch die Einlagensicherung geschützt – dein Kapital ist also praktisch risikofrei, und du kommst jederzeit ohne Kündigungsfrist an dein Geld.

Der Nachteil zeigt sich erst auf den zweiten Blick: Der garantierte Nominalzins schützt nicht automatisch vor Kaufkraftverlust. Liegt der Zinssatz unter der Inflationsrate, wächst zwar der Kontostand, die reale Kaufkraft des Ersparten sinkt aber trotzdem Jahr für Jahr. Tagesgeld eignet sich deshalb vor allem für Kapital, das kurzfristig verfügbar sein muss – etwa den Notgroschen oder fest geplante Anschaffungen.

ETF-Sparplan: Höhere erwartete Rendite bei Marktrisiko

Ein ETF-Sparplan investiert regelmäßig einen festen Betrag in einen börsengehandelten Indexfonds (Exchange Traded Fund), der beispielsweise die Wertentwicklung des MSCI World oder eines anderen breiten Aktienindex nachbildet. Historisch betrachtet erzielte ein global gestreuter Aktien-ETF im langjährigen Durchschnitt eine Rendite von rund 7–8 % pro Jahr – deutlich mehr, als klassische Tagesgeld- oder Festgeldkonten bieten.

Dem steht ein reales Marktrisiko gegenüber: Der Wert eines ETF-Depots schwankt mit den Aktienmärkten, in einzelnen Jahren sind auch zweistellige Kursverluste möglich. Wer über einen langen Anlagehorizont von 10 Jahren oder mehr investiert, gleicht solche Schwankungen historisch in der Regel wieder aus – eine Garantie dafür gibt es aber nicht. Deshalb sollte nur Kapital in ETFs fließen, das nicht kurzfristig benötigt wird.

Inflation und Kaufkraftverlust – ein Rechenbeispiel

Nimm an, du legst 10.000 € für 10 Jahre bei 2 % Tagesgeldzins an, während die Inflation im gleichen Zeitraum bei 3 % pro Jahr liegt. Nominal wächst dein Kapital auf rund 12.190 € – auf den ersten Blick ein Gewinn. Rechnest du die Inflation heraus, entspricht dieses Kapital aber nur noch einer Kaufkraft von etwa 9.070 € in heutigem Geld. Du hast also real Kaufkraft verloren, obwohl der Kontostand gestiegen ist. Genau diesen Effekt bildet die Spalte „Real (Kaufkraft)" in der Ergebnistabelle oben ab.

Steuervergleich: Tagesgeld vs. ETF-Sparplan

Tagesgeld – volle Besteuerung

Zinserträge unterliegen zu 100 % der Abgeltungssteuer von 26,375 % (inkl. Soli). Lediglich der jährliche Sparerpauschbetrag von 1.000 € (2.000 € bei Zusammenveranlagung) bleibt steuerfrei.

ETF-Sparplan – mit Teilfreistellung

Bei Aktienfonds bleiben pauschal 30 % der Gewinne steuerfrei (Teilfreistellung), nur die restlichen 70 % werden mit 26,375 % versteuert – zusätzlich zum eigenen Sparerpauschbetrag. Das senkt die effektive Steuerlast auf ETF-Gewinne spürbar gegenüber Tagesgeldzinsen.

Die beste Strategie: Mischung statt Entweder-oder

In der Praxis müssen sich die meisten Menschen nicht zwischen Tagesgeld und ETF-Sparplan entscheiden – sinnvoll ist eine Kombination: einen Notgroschen von 3 bis 6 Nettomonatsgehältern sicher und jederzeit verfügbar in Tagesgeld halten (mehr dazu im Notgroschen-Rechner), und darüber hinausgehendes, langfristig nicht benötigtes Kapital in einen breit gestreuten ETF-Sparplan investieren (Details dazu im ETF-Sparplanrechner).

So bist du gegen kurzfristige Notfälle abgesichert und lässt gleichzeitig dein langfristiges Vermögen von der historisch höheren Kapitalmarktrendite profitieren.

Häufige Fragen zu Tagesgeld vs. ETF

Ist Tagesgeld oder ein ETF-Sparplan die bessere Wahl?

Das hängt vom Anlagehorizont und deiner Risikobereitschaft ab. Für kurzfristig verfügbares Geld (Notgroschen, geplante Anschaffungen in 1–3 Jahren) ist Tagesgeld die sicherere Wahl, weil das Kapital jederzeit verfügbar ist und keinen Kursschwankungen unterliegt. Für langfristiges Vermögen (10+ Jahre) erzielt ein breit gestreuter ETF-Sparplan historisch deutlich höhere Renditen – bei entsprechend höherem Schwankungsrisiko.

Wie sicher ist mein Geld auf einem Tagesgeldkonto?

Innerhalb der EU sind Einlagen pro Bank und Kunde gesetzlich bis 100.000 € durch die Einlagensicherung abgesichert. Bei Banken außerhalb der EU oder bei freiwilligen Sicherungssystemen kann der Schutz abweichen – im Zweifel die Einlagensicherung des jeweiligen Anbieters prüfen.

Warum ist Tagesgeld trotz garantierter Zinsen manchmal ein Verlustgeschäft?

Weil die Inflation den Zinsertrag auffressen kann. Liegt der Tagesgeldzins unter der Inflationsrate, verliert dein Geld real – also in Kaufkraft – an Wert, auch wenn der Kontostand nominal wächst. Das nennt man Kaufkraftverlust oder "schleichende Enteignung durch Inflation".

Wie hoch ist die realistische Rendite eines ETF-Sparplans?

Ein breit gestreuter ETF auf den MSCI World hat historisch (über sehr lange Zeiträume betrachtet) im Schnitt rund 7–8 % Rendite pro Jahr erzielt – vor Kosten und Steuern. Einzelne Jahre schwanken dabei stark, von zweistelligen Verlusten bis zu zweistelligen Gewinnen. Der Rechner bildet das über ein pessimistisches und ein optimistisches Szenario (jeweils ±3 Prozentpunkte) ab.

Wie werden Zinsen und Kursgewinne versteuert?

Beide unterliegen der Abgeltungssteuer von 26,375 % (inkl. Solidaritätszuschlag). Jeder Sparer hat einen jährlichen Sparerpauschbetrag von 1.000 € (2.000 € bei Zusammenveranlagung), bis zu dem Kapitalerträge steuerfrei bleiben. Bei Aktien-ETFs kommt zusätzlich die sogenannte Teilfreistellung von 30 % hinzu – nur 70 % der Gewinne werden überhaupt versteuert. Tagesgeldzinsen haben diesen Vorteil nicht und sind voll steuerpflichtig.

Was ist die Teilfreistellung bei Aktienfonds?

Die Teilfreistellung wurde eingeführt, um die Vorbelastung von Fondsvermögen mit Körperschaftsteuer auszugleichen. Bei Aktienfonds (mind. 51 % Aktienanteil, wie die meisten ETFs) bleiben pauschal 30 % der Erträge steuerfrei – nur die restlichen 70 % werden mit der Abgeltungssteuer belegt. Dieser Steuervorteil erhöht die Netto-Rendite von ETF-Sparplänen gegenüber Tagesgeld spürbar.

Kann ich Tagesgeld und ETF-Sparplan auch kombinieren?

Ja, das ist sogar die von den meisten Finanzexperten empfohlene Strategie: einen Notgroschen von 3–6 Nettomonatsgehältern sicher und liquide in Tagesgeld halten, und darüber hinausgehendes, langfristig nicht benötigtes Kapital in einen breit gestreuten ETF-Sparplan investieren. So bist du gegen kurzfristige Notfälle abgesichert und profitierst gleichzeitig von der Kapitalmarktrendite.

Was passiert, wenn ich am ETF-Sparplan kurzfristig Geld brauche?

Anders als beim Tagesgeld ist der Wert eines ETF-Depots zu jedem Zeitpunkt von der aktuellen Marktlage abhängig. Musst du in einer Verlustphase verkaufen, realisierst du diesen Verlust. Deshalb sollte ETF-Kapital nur eingesetzt werden, wenn du es voraussichtlich mindestens 10 Jahre nicht anfassen musst.

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