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ArbZG 2026 • Vergütungsszenarien • Mehrarbeit

Überstunden-Rechner –
Mehrarbeit & Zuschläge berechnen

Was stehen mir für Überstunden zu? Berechne Stunden oberhalb deiner regelmäßigen Arbeitszeit und ordne mögliche Vergütungsszenarien ein. Vertrag, Tarif und Nachweis bleiben entscheidend.

Normale Überstunden Nacht- & Sonntagsarbeit Finanzielle Auswirkung Rechtliche Grenzen

So ist dieser Rechner einzuordnen

Ermittelt Stunden oberhalb der eingegebenen regelmäßigen Arbeitszeit und zeigt Vergütungsszenarien.

Annahmen der Berechnung

  • Die eingegebenen Stunden sind nachweisbar und arbeitsvertraglich als Arbeitszeit einzuordnen.
  • Ein Zuschlag von null bedeutet: kein automatischer gesetzlicher Geldzuschlag unterstellt.

Nicht automatisch berücksichtigt

  • Anordnung, Duldung, Ausschlussfristen, Pauschalabgeltung und Tarifregeln müssen im Einzelfall geprüft werden.
Fachlicher Stand: Primärquellen: Arbeitszeitgesetz, § 612 BGB
2,3 Mrd.
Überstunden/Jahr in Deutschland
43 %
Aller Überstunden unbezahlt
60 h
Überstunden pro Person/Jahr
0 %
allgemeiner gesetzlicher Geldzuschlag

Überstunden berechnen

Gib deine Arbeitszeiten ein und erhalte eine vereinfachte Auswertung

Art der Überstunden

Vertraglich vereinbarte Arbeitszeit

Wie viele Stunden hast du gearbeitet?

Für die finanzielle Berechnung – leer lassen falls unbekannt

Wichtige Regelungen zu Überstunden

Wann entstehen Überstunden?

Überstunden entstehen, wenn die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit überschritten wird. Dies muss vom Arbeitgeber angeordnet oder genehmigt werden. Freiwillige Mehrarbeit ohne Zustimmung ist keine vergütungspflichtige Überstunde.

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Müssen Überstunden vergütet werden?

Ein Vergütungsanspruch kann sich aus Arbeitsvertrag, Tarifvertrag, betrieblicher Übung oder § 612 BGB ergeben. Er besteht nicht automatisch in jedem Fall: Entscheidend sind unter anderem Anordnung oder Duldung, Vergütungserwartung, wirksame Vertragsklauseln und Nachweis. Auch Freizeitausgleich braucht eine rechtliche oder vertragliche Grundlage.

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Höhe der Zuschläge

Gesetzlich vorgeschrieben ist nur der Nachtzuschlag (25 %). Für normale Überstunden sind 25–50 % üblich. Sonn- und Feiertagsarbeit: 50–100 % je nach Tarifvertrag oder Vereinbarung.

Gesetzliche Grenzen (ArbZG)

Die tägliche Arbeitszeit darf 10 Stunden nicht überschreiten. Im 6-Monats-Durchschnitt dürfen nur 8 Stunden täglich (48 Stunden wöchentlich) geleistet werden.

Überstunden 2026 – Grundlagen zu Zeit und Vergütung

Zuschlagssätze, Verjährung, Dokumentation und deine Rechte bei Mehrarbeit im Überblick

So berechnest du deine Überstundenvergütung

Die Grundformel ist einfach: geleistete Stunden minus vertragliche Soll-Stunden ergibt deine Überstunden. Der Zuschlag kommt je nach Uhrzeit und Wochentag noch obendrauf.

1. Grundüberstunden ermitteln

Geleistete Stunden minus vertraglich vereinbarte Soll-Stunden – bei Teilzeit gilt die individuelle Vertragsstunde, nicht die 8-Stunden-Grenze.

2. Stundenlohn berechnen

Monatsgehalt durch die vertraglichen Monatsstunden teilen ergibt deinen Basis-Stundenlohn für die Zuschlagsberechnung.

3. Zuschlag anwenden

Nachtarbeit, Sonntags- und Feiertagsarbeit erhalten unterschiedliche Zuschlagssätze – meist im Tarif- oder Arbeitsvertrag geregelt.

4. Auszahlung oder Freizeit wählen

Überstunden können finanziell vergütet oder im Verhältnis 1:1 in Freizeit ausgeglichen werden – die Wahl liegt oft beim Arbeitnehmer.

Zuschlagssätze im Überblick

Normale Überstunden: vertraglich/tariflich

Es gibt keinen allgemeinen gesetzlichen Geldzuschlag. Vergütung, Zuschlag oder Freizeitausgleich richten sich nach Vertrag, Tarif und Einzelfall.

Nachtarbeit (grundsätzlich 23–6 Uhr): angemessener Ausgleich

§ 6 Abs. 5 ArbZG sieht bezahlte freie Tage oder einen angemessenen Zuschlag vor; die konkrete Höhe ist nicht pauschal gesetzlich festgelegt.

Sonntagsarbeit: vertraglich/tariflich

Ein bestimmter Geldzuschlag folgt nicht allgemein aus dem Arbeitszeitgesetz.

Feiertagsarbeit: vertraglich/tariflich

Ein bestimmter Geldzuschlag folgt nicht allgemein aus dem Arbeitszeitgesetz.

Verjährung: Wie lange kannst du Überstunden geltend machen?

Überstunden verjähren nach der regulären Verjährungsfrist von 3 Jahren – gerechnet ab dem Ende des Jahres, in dem sie entstanden sind. Ohne Nachweis wird es jedoch schwierig, Ansprüche durchzusetzen.

  • Viele Arbeitsverträge enthalten kürzere Ausschlussfristen (oft 3–6 Monate) – diese Fristen gelten vorrangig vor der gesetzlichen Verjährung
  • Ohne lückenlose Dokumentation ist der Beweis geleisteter Überstunden im Streitfall kaum zu erbringen
  • Ein eigenes Arbeitszeitprotokoll dient als zusätzlicher Nachweis neben der gesetzlich vorgeschriebenen Arbeitgeber-Zeiterfassung

Überstunden vs. Mehrarbeit: Wo liegt der Unterschied?

Überstunden

Arbeitszeit über die individuelle vertragliche Soll-Arbeitszeit hinaus – bei Teilzeit schon deutlich vor der 8-Stunden-Grenze.

Mehrarbeit

Arbeitszeit über die gesetzliche Höchstarbeitszeit von 8 Stunden pro Werktag hinaus – erfordert nach dem ArbZG einen besonderen Ausgleich.

5 Tipps, um Überstunden erfolgreich durchzusetzen

1

Jede Stunde dokumentieren

Führe täglich ein Arbeitszeitprotokoll mit Beginn, Ende und Pausen – am besten unabhängig von der betrieblichen Zeiterfassung.

2

Anordnung einholen

Lass dir Überstunden möglichst schriftlich (auch per E-Mail) anordnen oder im Nachhinein genehmigen.

3

Ausschlussfristen im Vertrag prüfen

Kontrolliere deinen Arbeitsvertrag auf verkürzte Verfallfristen – diese sind oft deutlich kürzer als die gesetzliche Verjährung.

4

Regelmäßig abrechnen

Warte nicht bis Jahresende – kläre Überstunden möglichst monatlich mit deinem Vorgesetzten, um Streitigkeiten zu vermeiden.

5

Betriebsrat einbinden

Bei Unklarheiten oder Konflikten kann der Betriebsrat vermitteln und deine Ansprüche gegenüber dem Arbeitgeber unterstützen.

Wichtige Begriffe rund um Überstunden

Mehrarbeit
Arbeitszeit über die gesetzliche Höchstgrenze von 8 Stunden täglich hinaus – erfordert nach dem ArbZG besonderen Ausgleich.
Freizeitausgleich
Ausgleich geleisteter Überstunden durch bezahlte Freistellung statt finanzieller Vergütung.
Arbeitszeitkonto
Persönliches Konto, das die Differenz zwischen Soll- und Ist-Arbeitszeit über einen längeren Zeitraum erfasst.
Ausschlussfrist
Vertraglich oder tariflich festgelegte Frist, innerhalb der Ansprüche wie Überstundenvergütung geltend gemacht werden müssen.
Vertrauensarbeitszeit
Arbeitszeitmodell ohne feste Zeiterfassung, bei dem Arbeitnehmer ihre Arbeitszeit eigenverantwortlich einteilen.
Opt-out-Regelung
Ausnahme vom gesetzlichen Höchstarbeitszeitrahmen durch individuelle Vereinbarung, in Deutschland nur in Ausnahmefällen zulässig.

Häufige Fragen zu Überstunden

Was ist der Unterschied zwischen Überstunden und Mehrarbeit?

Überstunden sind Stunden, die über die im Arbeitsvertrag vereinbarte Arbeitszeit hinausgehen. Mehrarbeit bezeichnet Überschreitungen der gesetzlichen Höchstarbeitszeit (über 8 Stunden täglich), die besonders streng geregelt ist.

Kann der Arbeitgeber Überstunden anordnen?

Ja, wenn der Arbeits- oder Tarifvertrag dies vorsieht und dringende betriebliche Erfordernisse vorliegen. Es gibt jedoch Grenzen: Der Arbeitgeber muss die gesetzlichen Arbeitszeitgrenzen einhalten und darf keine Gesundheitsgefährdung verursachen.

Freizeitausgleich oder Geld – was ist besser?

Freizeitausgleich löst keine zusätzliche Auszahlung aus, während ausgezahlte Überstunden grundsätzlich steuer- und beitragspflichtiger Arbeitslohn sind. Steuerbegünstigungen nach § 3b EStG betreffen unter engen Voraussetzungen Zuschläge für tatsächlich geleistete Nacht-, Sonn- oder Feiertagsarbeit – nicht einen allgemeinen Überstundenzuschlag.

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