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§ 288 BGB • Offene Forderungen

Verzugszins- und Mahnkostenrechner –
Forderung inkl. Verzugszinsen

Was schuldet dir ein säumiger Kunde wirklich? Berechne gesetzliche Verzugszinsen, Mahnpauschale und Gesamtforderung bei unbezahlten Rechnungen – für B2B und Verbraucher, inklusive fertigem Mahnungstext zum Kopieren.

Gesetzlicher Verzugszins 40 € Mahnpauschale (B2B) Mahnungstext kopieren

So ist dieser Rechner einzuordnen

Berechnet Zinsen ab dem eingegebenen Verzugsbeginn bis zum Zahlungs- oder Stichtag.

Annahmen der Berechnung

  • Der eingegebene Tag ist rechtlich bereits der erste Verzugstag; der Basiszinssatz gilt im gesamten Zeitraum unverändert.

Nicht automatisch berücksichtigt

  • Ob und wann Verzug eingetreten ist, Hemmung, Teilzahlungen, wechselnde Halbjahreszinssätze und weitere Schäden werden nicht geprüft.
Fachlicher Stand: Primärquellen: Bundesbank: Basiszinssatz, § 288 BGB
§ 288 BGB
Gesetzlicher Verzugszins
+9 % / +5 %
B2B / Verbraucher
40 €
Mahnpauschale B2B
100 %
Kostenlos & anonym

Verzugszinsen berechnen

Gib Rechnungsbetrag, rechtlich geprüften Verzugsbeginn und Kundentyp ein

Nicht automatisch das Rechnungs- oder Fälligkeitsdatum. Prüfe Mahnung, kalendermäßige Bestimmung und die 30-Tage-Regel des § 286 BGB.

Verzugszinsen auf einen Blick

📨

Automatischer Verzug bei B2B

Der Verzugsbeginn hängt von Fälligkeit, Zugang, Mahnung und gesetzlichen Ausnahmen ab. Bei Entgeltforderungen kann die 30-Tage-Regel des § 286 Abs. 3 BGB greifen.

⚖️

Gesetzlicher Zinssatz

Basiszinssatz plus 9 Prozentpunkte (B2B) bzw. 5 Prozentpunkte (Verbraucher) – ganz ohne individuelle Vereinbarung.

💶

40-Euro-Pauschale

Bei B2B-Verzug darfst du zusätzlich 40 € Mahnpauschale verlangen – ohne Nachweis eines konkreten Schadens.

📝

Mahnungstext direkt kopieren

Aus deinem Ergebnis erstellen wir dir einen sachlichen Textbaustein für deine Zahlungserinnerung – ein Klick zum Kopieren.

Verzugszinsen & Mahnkosten – der komplette Ratgeber

Wie Zahlungsverzug rechtlich entsteht, was du fordern darfst und wie du offene Forderungen durchsetzt

Wann genau beginnt der Zahlungsverzug?

Geschäftskunden (B2B)

Verzug tritt automatisch 30 Tage nach Fälligkeit und Zugang der Rechnung ein (§ 286 Abs. 3 BGB) – eine Mahnung ist nicht erforderlich, auch wenn sie in der Praxis üblich ist.

Verbraucher (B2C)

Hier ist in der Regel eine Mahnung nötig (§ 286 Abs. 1 BGB), außer die Rechnung weist ausdrücklich auf die Fälligkeit und die Folgen des Zahlungsverzugs hin – dann gilt ebenfalls die 30-Tage-Frist.

So setzt sich der Verzugszinssatz zusammen

Der Verzugszinssatz ergibt sich aus dem Basiszinssatz nach § 247 BGB (von der Deutschen Bundesbank halbjährlich angepasst) zuzüglich eines gesetzlichen Zuschlags: 9 Prozentpunkte bei Geschäften zwischen Unternehmern, 5 Prozentpunkte bei Verbrauchergeschäften. Der Basiszinssatz orientiert sich am Leitzins der Europäischen Zentralbank und ändert sich jeweils zum 1. Januar und 1. Juli.

So gehst du bei offenen Rechnungen vor

Freundlich erinnern

Eine sachliche Zahlungserinnerung ist oft der schnellste Weg – nutze den generierten Mahnungstext als Vorlage.

Verzugszinsen konkret beziffern

Ein klar berechneter Betrag wirkt professioneller und ernster als eine vage Mahnung ohne Zahlen.

Frist setzen

Eine klare Zahlungsfrist von 7-14 Tagen schafft Verbindlichkeit und dokumentiert deine Bemühungen.

Eskalationsstufen einplanen

Bei Erfolglosigkeit folgen weitere Mahnstufen, das gerichtliche Mahnverfahren oder anwaltliche Unterstützung.

Häufige Fragen zu Verzugszinsen

Ab wann gerät ein Kunde in Zahlungsverzug?

Bei Geschäftskunden (B2B) tritt Verzug automatisch 30 Tage nach Fälligkeit und Zugang der Rechnung ein (§ 286 Abs. 3 BGB) – ohne Mahnung nötig. Bei Verbrauchern ist in der Regel eine Mahnung erforderlich, es sei denn, die Fälligkeit und Verzugsfolgen wurden auf der Rechnung ausdrücklich genannt.

Wie hoch sind die gesetzlichen Verzugszinsen?

Der Verzugszinssatz setzt sich zusammen aus dem Basiszinssatz nach § 247 BGB plus einem gesetzlichen Zuschlag: 9 Prozentpunkte bei Geschäften zwischen Unternehmern (§ 288 Abs. 2 BGB), 5 Prozentpunkte bei Verbrauchergeschäften (§ 288 Abs. 1 BGB).

Was ist die 40-Euro-Mahnpauschale?

Seit 2014 können Unternehmer bei Zahlungsverzug eines anderen Unternehmers automatisch eine Pauschale von 40 € verlangen (§ 288 Abs. 5 BGB) – ohne Nachweis eines konkreten Schadens. Gegenüber Verbrauchern gilt diese automatische Pauschale nicht.

Ändert sich der Basiszinssatz regelmäßig?

Ja, die Deutsche Bundesbank passt den Basiszinssatz nach § 247 BGB jeweils zum 1. Januar und 1. Juli eines Jahres an die Leitzinsentwicklung der EZB an. Der hier verwendete Wert ist der aktuelle Stand und kann sich zum nächsten Stichtag ändern.

Muss ich vor der Verzugszins-Berechnung mahnen?

Bei B2B-Geschäften nicht zwingend – der Verzug tritt automatisch 30 Tage nach Fälligkeit ein. Eine Mahnung ist dennoch sinnvoll, um den Kunden höflich, aber bestimmt an die offene Zahlung zu erinnern, bevor rechtliche Schritte folgen.

Was mache ich, wenn der Kunde trotz Mahnung nicht zahlt?

Nach einer erfolglosen Zahlungserinnerung bleibt der Weg über das gerichtliche Mahnverfahren oder eine Zahlungsklage. Für höhere Beträge oder wiederholten Zahlungsverzug empfiehlt sich frühzeitig rechtlicher Rat.

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